Bodo: Wenn der Gradient steigt ...

Mein Kardiologe hat mir gerade eröffnet, dass der Gradient an meiner Aortenklappe stetig steigt und ich mich innerhalb der nächsten zwei Jahre auf einen Aortenklappenersatz einstellen könnte.

Jeder Investment-Banker freut sich über einen Anstieg, hier hat der Anstieg aber doch eher einen weniger erfreulichen Beigeschmack:

 

Der Gradient an meiner Aortenklappe lag

        2014 noch bei 12

           2015 bereits bei 24 und heute

              2016 bei 32.

OK, Klappenersatz, dass kenne ich. Schliesslich habe ich über 10 Jahre in Berlin auf einer postoperativen kardio-chirurgischen Intensivstation gearbeitet und deshalb weiss ich auch worum es hier geht.

Ich habe dort das ganze Spektrum gesehen, von denen die es problemlos überstanden haben, diejenigen die den Weg der Komplikationen beschritten haben und jene, bei denen es einfach nicht sein sollte.

 

Ich habe das anfangs sehr nüchtern aufgenommen und eigentlich erst geraume Zeit später realisiert was diese Diagnose für uns schlussendlich bedeuten kann.

Vielleicht liegt es gerade daran, dass ich keinerlei Beschwerden habe. Das Belastungs-EKG mit 200 Watt zeigte auch heute, wie auch die letzten 8 Jahre nach Stunt-Einlage keinerlei Einschränkung in der Herzfunktion.

Meine Aortenklappe besteht nur aus zwei Taschen. Dabei ist unklar ob zwei der drei Taschen verklebt sind oder es sich um eine embryonale Fehlentwicklung handelt. Es ist vor Jahren ein Zufallsbefund gewesen und hat erst aktuell an Bedeutung gewonnen.

 

Aber nun 'mal ehrlich, wer glaubt schon selber einmal auf der anderen Seite, im Bett zu liegen?

Es gibt eine ganz andere Sichtweise, wenn man(n) vom Fach ist und die Frau ebenfalls ...