Bodo: Versicherungen hat man um sie nicht zu brauchen ...

Eben, nachdem der erste Schock über das Unabwendbare überwunden ist versuche ich nun dem Ganzen eine sachliche Struktur zu geben. 

Um dabei den Überblick zu behalten sehe ich in unseren Versicherungsordner und schreibe die wichtigsten Daten heraus; über Krankenversicherungen, Haus- und Haftpflichtversicherung, Pensionskassen, weiterer Privater Vorsorge; Nummern der Policen, Institutionen mit Adressen und Telefonnummern etc. 

Es ist eine ganze Menge an Daten die unter Umständen plötzlich gebraucht werden. Das hätte man natürlich auch schon früher einmal machen können.

 

Die Zusammenstellung war relativ emotionslos. Emotionslos zu dem das jetzt kommt: Die Patientenverfügung.

Ich wusste bisher schon was ich wollte, so in etwa. Ich habe seit Jahren einen Organspenderausweis.

Jetzt geht es aber ins Detail. Jetzt geht es um den Fall, dass die OP nicht so endet wie ich es mir eigentlich wünsche;

alles Fragen zu sehr komplexen und sehr emotionalen Themen:

 - Warum erstelle ich diese Patientenverfügung?

 - Wie beschreibe ich meine aktuelle Situation?

 - Wie ist meine Einstellung zum Leben?

 - Was habe ich für Befürchtungen zu Krankheit, Tod und Sterben?

 - Handhabung in speziellen Situationen wie Herz-Kreislauf-Stillstand, künstliche Ernährung, Schmerzbehandlung

 

Ich habe mich für eine ausführliche Version einer Patientenverfügung entschieden. Es gibt diese aber auch in einer Kurzversion. Wem beide nicht zusagen, der wird sicher über diverse Suchmaschinen im Internet fündig.