Klettersteig Mürren-Gimmelwald

K 3      (1'640 M. ü. M.)


 

Aus Richtung Bern - Interlaken kommend parken wir das Auto unmittelbar an der Talstation der Luftseilbahn in Stechelberg.

 

Hier lösen wir eine einfache Fahrt Richtung Mürren via Gimmelwald.

 

Es geht zuerst mit einer grossen Kabine aufwärts zur nächsten Station, der Station Gimmelwald,

Hier heisst es umsteigen in eine weitere grosse Kabine nach Mürren.

Mürren, unsere Zielstation, erreichen wir dann nach knapp 15 Minuten, inklusive Umsteigen in Gimmelwald.

 

 

Nach einem ersten grossartigen Ausblick auf die gigantische Kulisse machen wir uns auf den Weg entlang der unteren Dorfstrasse bis zum Sportchalet in der Dorfmitte.

 

Der Einstieg zum Klettersteig liegt doch etwas versteckt hinter dem Stollen auf der Südseite der Stützmauer der Tennisplätze.


Auf dem Weg abwärts werden wir plötzlich von einer Gruppe ungesicherter Franzosen im Eiltempo überholt ... !?

Unsere Frage nach dem Grund der Eile klärt sich dann schnell nach der nächsten Biegung auf. Genau dort liegt nämlich die Base-Jumping-Plattform.

Na ja, und unsere Vermutung ist, wer sich hier von die Klippe stürzen will, der scheint wohl vorher kaum mit einem Absturz zu rechnen.

Nach dem mühevollen Anziehen der 'Steppdecken' verlassen die 'Flughörnchen' dann schnell ihre Plattform Richtung Stechelberg.


Mürren-Stechelberg; Basejumper im Sturzflug


Und plötzlich befängt uns auch ein stärkeres Unbehagen, als wenige Meter weiter direkt unter unseren Füssen der Blick auf die Talstation der Luftseilbahn freigegeben wird ...



Erleichtert erreichen wir nach knapp 50 Metern ein bewaldetes Plätzchen und erfreuen uns an dem wiedergekehrten Boden unter unseren Füssen.


 

Das zweite Highlight: Den Wasserfall überqueren wir auf der ersten Dreiseilbrücke.

Hiermit umgehen wir gleichzeitig auch die nur unter fachkundiger Anleitung zu benutzende Tyrolienne.

 


Den dritten Höhepunkt bildet eine schier endlose Reihe von Stahlleitern, die uns Meter um Meter tiefere Einblicke in den Beruf des Feuerwehrmannes geben.



Die zweite Dreiseilbrücke bringt uns jetzt über eine weitere Schlucht.



Den fünften und letzten Höhepunkt dieses Klettersteiges bildet die Nepalbrücke. Sie taucht plötzlich hinter einer Felsenecke auf und lässt unseren Atem stocken. Bei einer Länge von 80 Metern löst jeder Schritt bei der Überquerung eine leichte Schwingung der Brücke aus. An beiden Seiten gibt nur das Sicherungsseil einseitig ein wenig Halt. Erst zur Mitte hin kann man kurzzeitig etwas mehr Halt an den herunterkommenden Hängeseilen finden.


Von jetzt an führt uns der Weg zunehmend steiler nach oben, Richtung Gimmelwald.



Die Luftseilbahn bringt uns von hier in wenigen Minuten zurück nach Stechelberg.

 

Auf dem Weg können wir nochmals aus der Kabine einen Blick auf den Nepalsteig werfen.

 

Unser Fazit:

Der Klettersteig mag zwar körperlich nur eine geringere Herausforderung sein (obwohl die Abstände von Tritten und Sprossen teilweise doch recht weit sind), mental haben uns der ausgesetzte Abschnitt hinter der Base-Jumping-Plattform und die Nepal-Brücke am Ende sehr gefordert.

 

* Öffnungszeit von Mitte Juni bis Mitte Oktober

 

* Klassifikation K3

 

* Zeitdauer je nach Kondition und Fotopausen

   mindestens 3 Stunden

 

* Länge 2,2 Kilometer

 

* Höhendifferenz 300 Meter (Mürren 1'640 M.ü.M.)

 

* Circa 80 % des Klettersteiges führen abwärts bevor es 

   gegen Ende dann wieder einen längeren Anstieg gibt.

 

Blick aus der Gondel zurück auf die Nepalbrücke


 

 

 

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